Nachtaufnahmen gut in Szene gesetzt

Nachtaufnahmen haben ein ganz besonderen Reiz. Vieles, was tagsüber vom Motiv ablenken könnte, ist nachts nicht zu sehen. Sprich: Die Aufmerksamkeit des Betrachters wird auf das Wesentliche gelenkt. Für Nachtaufnahmen ist ein Stativ unerlässlich. Wer kein großes Stand-Modell mitschleppen möchte, sollte sich ein handliches Stativ kaufen. Gute Dienste leistet ein Gorilla-Pod. Der hat flexible Beine. So kann das Stativ nicht nur auf die Erde gestellt werden, sondern auch an Gegenständen, wie beispielsweise Laternenpfosten, befestigt werden. Einige Kameras haben spezielle Programme für Nachtaufnahmen. Die erleichtern es gerade dem ungeübten Fotografen, gelungene Fotos zu schießen. Hat Ihre Kamera kein entsprechendes Programm, sollte man Blende und Belichtungszeit manuell einstellen. Einen Anhaltswert bekommt man, wenn zunächst das Automatikpogramm gewählt wird. Wichtig: Man sollte der Versuchung widerstehen, die ISO-Empfindlichkeit besonders hoch zu stellen. Zwar verkürzen ISO-Werte von 6400 und mehr die Belichtungszeit, allerdings werden dann auch Bildstörungen sichtbar. Besser ist es eine etwas längere Belichtungszeit zu wählen und dafür eine niedrigere ISO-Empfindlichkeit einzustellen. Probieren Sie zahlreiche Einstellungen aus. Das Ergebnis lässt sich auf dem Bildschirm der Kamera prima kontrollieren. Zoomen Sie dabei auch mal ins Motiv, um zu prüfen, ob auch alle Bildelemente scharf dargestellt werden. 

Trotz Stativ besteht die Gefahr des Verwackelns. Mit einem Fernauslöser kann zumindest beim Auslösen dieses Risiko minimiert werden. Alternativ kann der Selbstauslöser verwendet werden. So muss die Kamera beim Auslösen nicht angefasst werden. Bei Spiegelreflexkameras kann zusätzlich die Spiegelvorauslösung aktiviert werden. Hierbei wird der Spiegel noch vor der Aufnahme manuell nach oben geklappt. Bei der eigentlichen Aufnahme arbeitet dann nur noch der Verschluss. Da sie vom Stativ aus fotografieren, sollte der Bildstabilisator ausgeschaltet werden. Er kann im Extremfall dafür sorgen, dass die Aufnahmen quasi künstlich verwackelt werden. Achtung: Vergessen Sie nicht, ihn wieder einzuschalten.